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Substitutionsgestütze Behandlung

Die substitutionsgestützte Behandlung bei manifester Opiatabhängigkeit wird dann eingesetzt, wenn sie im Vergleich zu anderen Therapiemöglichkeiten die größeren Chancen zu Besserung der Suchterkrankung bietet, auch wenn sie nicht unmittelbar und zeitnah zur vollständigen Abstinenz führt. Eine qualifizierte substitutionsgestützte Behandlung ist darüber hinaus eine präventive Maßnahme hinsichtlich der Verbreitung von Infektionskrankheiten, insbesondere durch HIV- und Hepatitis-Erreger. Bei komorbiden psychiatrischen Störungen kann sie zur Stabiliserung der Rehabilitationsfähigkeit indiziert sein.
Die Substitution dient der Stabilisierung und unterstützt den Patienten bei der Integration in den stationären Rahmen und bei der Erreichung der individuellen Rehabilitationsziele. Eine Abdosierung erfolgt mit medizinischer und psychotherapeutischer Unterstützung und wird unter Beachtung der Entzugssymptome zeitlich dem individuellen Prozess angepasst. Ziel der substitutionsgestützten Rehabilitation ist die umfassende berufliche und soziale Teilhabe. Langfristiges Ziel ist, wenn möglich, auch die Suchtmittel- und Medikamentenfreiheit zu erlangen.
Die substitutionsgestützte Behandlung erfolgt in enger Kooperation mit dem AMEOS Klinikum Osnabrück.