Eines der wichtigsten Therapieziele ist die berufliche Wiedereingliederung bzw. der Erhalt der Erwerbsfähigkeit der Patienten.
Im Rahmen von rehabilitativen Maßnahmen ist es zielführend, die Arbeitssituation von Rehabilitanden in ihrer Bedeutung gleichermaßen als einen potenziell die Erwerbsfähigkeit gefährdenden Belastungsfaktor, als Quelle der Bedürfnisbefriedigung und als Möglichkeit, persönliche Kompetenzen nutzen und entwickeln zu können, zu thematisieren.
Mit dem Wegfall von Arbeit kann ein Verlust von Tagesstruktur, äußeren Anforderungen, Aktivität und Sinnstiftung verbunden sein.
Dementsprechend wird mittels Screeningverfahren und ggf. anhand anderer Kriterien entweder bereits im Vorfeld oder direkt bei Aufnahme in der Fachklinik Nettetal der berufsbezogene Behandlungsbedarf ermittelt.
Die Ergo-/Arbeitstherapie soll die motorisch-koordinatorischen Funktionen üben, aber auch Konzentration, Durchhaltevermögen, Ausdauer, die Motivation zur Arbeit und bei Männern zentral das Selbstwertgefühl stärken. Weitere Ziele sind die Entwicklung von Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Kritikfähigkeit, Konfliktfähigkeit, realistische Selbsteinschätzung und Entwicklung von Konstanz als basale Fertigkeiten der beruflichen Leistungsfähigkeit. Die Fachklinik stellt differenzierte Arbeitsmöglichkeiten bereit, um je nach Bedarf des Patienten unterstützende oder korrigierende arbeitstherapeutische Maßnahmen anwenden zu können.